Um im Ernstfall für den Einsatz bei unseren Industriebetrieben gerüstet zu sein, sind neben regelmässigen Begehungen auch interne Schulungen nötig. In den Bereich Brandschutzplan fallen u.a. Themen wie Lokalisieren der Melder, der Weg dahin, eventuelle spezielle Anforderungen seitens der Firmen, richtige Anfahrt, Zutritt zu und in den Gebäuden und der Umgang mit der Brandmeldeanlage.
Übungsannahme war ein brennender Baum nach einem Blitzeinschlag. Gleichzeitig sollte geprüft werden, wieviel Wasser die vorhandene Zisterne liefern kann, bzw. wo im Falle des Falles weiteres Löschwasser zu Verfügung steht.
Zum Abschluss wurden die Grundlagen der Bedienung der Fox 4 erneut geschult, damit jede(r) in der Lage ist, diese im Einsatzfall sicher und mit gutem Gefühl bedienen zu können.
Eine mehr als außergewöhnliche Übung fand diesen Freitag statt. Ein schräg stehender Baum in einem kleinen Wald sollte möglichst schonend entfernt werden, ohne eine Gartenhütte bzw. nebenbei gelagertes Material zu beschädigen.
Alle Teilnehmer hatten die Möglichkeit, ihre Vorschläge und Bedenken einzubringen und diese wurden auch diskutiert und soweit praktisch möglich, umgesetzt.
Im Bauhof HOK war aus ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen. Eine Person wurde vermisst. Sofort wurde durch den Atemschutztrupp mit der Personensuche begonnen. Die gesuchte Person wurde kurze Zeit später eingeklemmt unter einem Traktor gefunden.
Mit dem LFA wurde auch eine Rettungsplattform angeschafft. Einerseits können wir damit erhöhte Positionen erreichen und z.B. Personen aus LKWs retten. Gleichzeitig bietet diese Plattform auch die Möglichkeit, auf den Gleisen der ÖBB eingesetzt werden zu können.
Auf einem Abstellgleis der ÖBB konnte der Aufbau und die Bedienung ausgiebig beübt werden.
Ein fiktiver Verkehrsunfall auf dem Gelände des ehemaligen Gasthauses zur Haltestelle forderte diesmal die Kameradinnen und Kameraden. Ein PKW hatte sich überschlagen und war auf dem Dach zum Liegen gekommen. Ein zweites Fahrzeug wurde direkt daneben seitlich liegend vorgefunden und blockierte auf einer Seite den Zugang zum ersten KFZ.
Nach wie vor gehören zur Grundausstattung unsers LFA mind. 400 m an B-Schläuchen. Im alten LFB wurden diese in 4 Schlauchboxen gehaltert, die Auslegung erfolgte durch ein eigens entwickeltes Schlauchauslegesystem.
Nach einer theoretischen Prüfung konnten die frisch ausgebildeten Atemschutzträger ihr Können praktisch unter Beweis stellen. In einem Nebengebäude eines Bauernhauses war ein fiktiver Brand ausgebrochen. Mehrere vermisste Personen wurden gemeldet.
Während die AS-Trupps die vermissten Personen finden und retten mussten, hatte die restliche Mannschaft den Auftrag, die Wasserversorgung sicherzustellen und den Brand von mehreren Seiten zu bekämpfen.
Vier Stationen umfasste die heutige Übung, eine spannende Mischung aus Theorie und Praxis standen am Programm. Bei Station 1 musste die Wasserversorgung über die Tragkraftspritze FOX IV hergestellt werden. Dabei konnten noch interessante Details bzw. Tipps und Tricks, über das doch noch relativ neue Gerät, verraten werden. Bei Station 2 wurde zum ersten Mal das neue Schlauchauslegesystem beübt.
Nachdem unsere neu ausgebildeten Atemschutzträger die interne Ausbildung durchlaufen hatten, mussten sie nun den jährlichen Atemschutzleistungstest absolvieren.
Ein Atemschutzträger bleibt nur aktiv, wenn er folgende Voraussetzungen erfüllt:
- regelmässige Teilnahme an AS-Übungen oder Einsätzen
- jährliche Absolvierung des Atemschutzleistungstests (Finnentest)
- Tauglichkeitsuntersuchung durch einen qualifizierten Arzt alle 5 Jahre